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← Blog · KI & Automation

Ausprobiert: Studio by Spotify Labs

KI-News ohne Reizüberflutung

Eigentlich wollte ich nur Musik zum Konzentrieren. Dann hat mir Spotify einen täglichen KI-Podcast gebaut, zugeschnitten auf meine Themen. Was das kann und wo es hakt.

Andreas Boyer · · aktualisiert 16. Oktober 2026

Spotify kann inzwischen per Prompt Playlists und sogar einen täglichen Podcast zu selbst gewählten Themen erstellen. Ich habe mir so einen KI-Überblick bauen lassen, der jeden Morgen um 9 Uhr bereitliegt. Das funktioniert erstaunlich gut und ist ein brauchbarer Weg, beim Thema KI auf dem Laufenden zu bleiben, ohne sich täglich durch Newsletter und Feeds zu kämpfen. Nur mit Zahlen hat die Stimme noch ihre Mühe.

Eigentlich wollte ich nur Musik

Ich habe Spotify am Rechner geöffnet, um Musik zum Konzentrieren anzumachen. Dabei bin ich auf Studio gestoßen, ein neues Experiment in Spotify Labs. Erster Versuch: eine Playlist, die ich schon länger angefangen hatte, Animal-Crossing-Musik und Lo-Fi-Beats. Ein Satz als Prompt, und die Playlist stand. Sie passte.

Ein Podcast, nur für mich

Spannender war die zweite Funktion: ein eigener Podcast zu Themen, die mich interessieren. Ich habe „KI“ angegeben, und das Tool hat den Rest vorbereitet:

  • einen Namen und ein Cover
  • eine Struktur mit Themenbereichen: Neuigkeiten des Tages, neue Tools und Releases, Forschung und Wissenschaft, KI im Alltag und bei der Arbeit, Kontroversen und Regulierung
  • die Frage, wann ich ihn hören möchte

Auffällig: Vorausgewählt waren nur die oberen Bereiche, genau die, die mich tatsächlich interessieren. Woher es das wusste, verrät es nicht.

Was gut funktioniert und was nicht

Die erste Folge war erschreckend gut: sinnvoll ausgewählt, verständlich erzählt, angenehm kurz. Was komplett hakt, sind Zahlen. Datumsangaben und Versionsnummern von Tools spricht die Stimme so holprig aus, dass man sie kaum versteht. Bei einem Thema, in dem ständig „Version 4.5“ oder „ab dem 12.“ vorkommt, ist das kein Detail.

Warum das für Agenturen interessant ist

Mit KI auf dem Laufenden zu bleiben, ist für viele in Agenturen zur Nebenaufgabe geworden, die nie fertig wird. Jeden Tag ein neues Tool, ein neues Modell, eine neue Schlagzeile. Ein täglicher Überblick in fester Länge dreht das um: Die Neuigkeiten kommen zu euch, in einer Dosis, die man in der Kaffeepause schafft.

Zwei Dinge solltet ihr trotzdem im Kopf behalten:

  1. Die Auswahl trifft eine KI. Was sie weglässt, bekommt ihr nicht mit. Wer das Thema beruflich verfolgt, sollte ab und zu bewusst über den Tellerrand schauen.
  2. Was zählt, prüft ihr selbst. Ein Podcast ist ein Hinweis, keine Quelle. Bevor eine Neuigkeit in eine Kundenberatung einfließt, gehört sie nachgelesen.

Fazit

Ich hatte mir für die Recherche zu KI schon lange etwas gewünscht, das mir die tägliche Sichtung abnimmt, ohne mich zu überfluten.

Spotify Studio kommt dem überraschend nahe, gerade weil es so wenig Aufwand ist. Ob es ein dauerhafter Begleiter wird oder nur ein Aha-Effekt war, zeigt sich nicht am ersten Tag. Ich höre die nächsten Tage weiter und ergänze hier, wie es sich hält.

Nachträge

  • Tag zwei (15. Oktober): Es wurde kein Podcast erstellt, weil die App dafür offen sein muss. Ich habe die Erstellung von Hand angestoßen, heraus kamen nur drei Minuten Inhalt. Die Probleme mit Zahlen und Daten machen das Zuhören schwierig.
  • Tag drei (16. Oktober): Die App war offen, trotzdem kam eine Systemmeldung von macOS unter „Datenschutz & Sicherheit“: „Studio by Spotify Labs“ wurde daran gehindert, Änderungen an Apps auf deinem Mac vorzunehmen.

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