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← Blog · KI & Kreation

Diese Seite ist ein Experiment

Wer KI empfiehlt, sollte sie selbst nutzen

Seit Anfang der 2000er baue ich Websites, von Flash bis heute. Diese hier entsteht mit KI, offen und als laufendes Experiment. Warum ich darin keine Bedrohung für Kreative sehe, sondern eine große Chance.

Andreas Boyer ·

KI senkt die Hürde, eine Website zu bauen, fast auf null. Genau deshalb wird wichtiger, was vorher passiert: Positionierung, Inhalte, Konzept. Wer kreativ arbeitet, muss davor keine Angst haben, im Gegenteil.

Seit Flash dabei

Websites setze ich seit Anfang der 2000er um. Damals hieß das Flash und ActionScript, dazu JavaScript, PHP und alles, was sonst noch dazugehört, damit eine Seite läuft. Ich habe mich mit dem Internet Explorer herumgeschlagen und jede größere Entwicklung im Netz mitgemacht. Lange Zeit hat sich das Web gefühlt jedes Jahr neu erfunden.

Jahre, in denen alles gleich aussah

Dann wurde es ruhiger. Irgendwann hatte sich ein Standard durchgesetzt, und die Seiten sahen mehr oder weniger alle gleich aus. Das war effizient und hat vieles einfacher gemacht. Überrascht hat es kaum noch jemanden.

Jetzt passiert wieder etwas

Mit KI ist zum ersten Mal seit Langem wieder eine echte Disruption da. Das Versprechen klingt vertraut. Bei den Webbaukästen hieß es in der Werbung, jeder könne sich seine Website zusammenklicken. Heute heißt es: Jeder kann sich seine Website von der KI bauen lassen.

Da ist ein wahrer Kern dran. Eine ansehnliche Seite steht heute tatsächlich in kurzer Zeit. Aber das ist die Oberfläche, und die hat schon bei den Baukästen nicht die ganze Wahrheit erzählt.

Was unter der Oberfläche liegt

Viele Themen bleiben auch mit KI unberührt, wenn sie niemand mitdenkt:

  • die saubere Anbindung an die Werkzeuge, mit denen ihr arbeitet
  • Auswertung und Tracking, die verlässliche Zahlen liefern
  • SEO, also die Auffindbarkeit bei Google
  • und neu dazu GEO: die Auffindbarkeit in KI-Suchen wie ChatGPT oder Perplexity

Wer das weglässt, hat schnell eine schöne Seite, die kaum jemand findet und über die man nichts weiß.

Wenn alle es können, wird alles gleich

Der zweite Punkt wiegt schwerer. Wenn jeder mit denselben Werkzeugen arbeitet, landen viele bei ähnlichen Ergebnissen. Und weil es keine Hürde mehr gibt, wird eben mal schnell eine Seite gebaut. Die Gleichförmigkeit der letzten Jahre verschwindet dadurch nicht, sie kann sich sogar beschleunigen.

Umso wichtiger ist, dass gut überlegt ist, was man baut:

  • Wofür stehe ich, und für wen?
  • Was genau sind meine Leistungen?
  • Welche Inhalte erzählen das?
  • Was setze ich um, und was bewusst nicht?

Wenn das Bauen kaum noch etwas kostet, wird das Denken davor zum Unterschied.

Weniger Monkey Work, mehr Ideen

Was wegfällt, ist vor allem die Monkey Work: das Abtippen, Zusammenstecken und hundertfache Anpassen. Dadurch kann der Fokus wieder dahin, wo er hingehört, auf Konzepte und Ideen. Und es gibt viele neue Möglichkeiten, eigene Ideen umzusetzen, die früher an Zeit oder Budget gescheitert wären.

Ein Beispiel von dieser Seite: Die Mosaike aus Dreiecken entstehen per Skript aus selbst gezeichneten Vorlagen. Deshalb sehe ich in diesem Moment für Kreative keine Bedrohung, sondern eine Riesenchance.

Diese Seite ist mein Experiment

Ich berate Agenturen beim Einsatz von KI. Da wäre es seltsam, meine eigene Website ohne zu bauen. Also entsteht sie mit KI, offen und nachvollziehbar. Was die KI gemacht hat und was ich, steht auf der Seite Mit KI gemacht.

Damit ist diese Seite selbst das beste Beispiel für das, was ich Agenturen als KI-Website umsetze: eine schnelle, statische Seite auf Basis von Astro, gebaut mit KI und verantwortet von Hand.

Fazit

Diese Seite ist nicht fertig, und das ist Absicht.

Ich probiere aus, verwerfe, baue um und schreibe hier im Blog auf, was dabei herauskommt, auch das, was nicht klappt. Ihr seid live dabei. Wenn ihr in eurer Agentur gerade überlegt, wie ihr mit KI arbeiten wollt, erzählt mir gern davon.

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